Instandhaltung in Trinkwasser-Installationen

Die Grundlage des bestimmungsgemäßen Betriebs (-> § 17 (1) TrinkwV 2001) ist gem. DVGW W 557 (A) die Instandhaltung der Trinkwasser-Installation. Die Pflicht zur Instandhaltung von Trinkwasser-Installationen setzt auch nicht erst dann ein, wenn mit Verschleißerscheinungen zu rechnen ist, sondern sie besteht grundsätzlich.
Aus einer unzureichenden oder fehlenden Instandhaltung können gravierende Mängel und Risiken für die menschliche Gesundheit entstehen. Werden beispielweise Sicherungseinrichtungen zum Schutz gegen Rückfließen nicht in einem ordnungsgemäßen Zustand gehalten, so dass sie ihrer Funktion nicht mehr gerecht werden können, besteht das Risiko einer Verunreinigung des Trinkwassers durch das angeschlossene Nicht-Trinkwasser aus Apparaten oder anderen Systemen. Aber auch Filter am Hauswassereingang zu Einfamilienhäusern müssen durch den Tausch der Filterelemente oder regelmäßige Rückspülung instand gehalten werden, da ansonsten aus dem Belag auf dem Filterelement ein Biofilm entstehen kann, der wiederum zu unerwünschten Verkeimungen führt.

Die begriffliche Definition zur Instandhaltung aus der DIN 31051 erklärt damit „die Kombination aller technischen und administrativen Maßnahmen sowie Maßnahmen des Managements während des Lebenszyklus einer Betrachtungseinheit zur Erhaltung des funktionsfähigen Zustandes oder der Rückführung in diesen, sodass sie die geforderte Funktion erfüllen kann“. Dies meint also alle Maßnahmen, die für den zweckgerichteten, ordnungsgemäßen Betrieb der Trinkwasseranlage erforderlich sind.

Sperrmüll verhindert Zugang zu Installation

Die für den hygienisch einwandfreien Betrieb erforderlichen Maßnahmen für die Instandhaltung müssen für alle in einem Objekt vorgesehenen und installierten Armaturen, Apparate und Trinkwasserleitungen in der -> Instandhaltungsplanung nach VDI/DVGW 6023 Abschnitt 8 berücksichtigt werden und es sind erforderliche bauliche Voraussetzungen zu schaffen.

Um eine technische Anlage ordnungsgemäß instandhalten zu können, müssen Anlagenteile, die einer regelmäßigen Kontrolle und Wartung bedürfen (z. B. Wasserzähler, Rückflussverhinderer, Filter, Sicherungseinrichtungen usw.) oder zur Kontrolle und Wartung vorgesehen sind (z. B. Druckmessgeräte), sowie sämtliche Bedienungselemente (z. B. Absperrarmaturen) jederzeit zugänglich und ohne Schwierigkeiten zu erreichen sein. Der Zugang zu solchen Anlagenteilen darf nicht durch Sperrmüll, Möbel, Verkleidungen, Bodenbeläge usw. versperrt sein.

 

 

 

Kontakt

Arnd Bürschgens
durch die Handwerkskammer Mannheim
öffentlich bestellter und vereidigter
Sachverständiger für Trinkwasserhygiene
im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk

Bahnhofstr. 2 - Villa Angelrain
74746 Höpfingen

Tel.: +49 6283 303 09 03
Fax: +49 6283 303 99 25

Mobil: +49 174 3262656
buerschgens@wissen-fuer-wasser.de

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